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Section ohne nummern (klar), aber trotzdem als Hyperref?

Hallo zusammen

Ich bin am verfassen meiner Diplomarbeit (Minimalbeispiel folgt unten). Mein gegenwärtiges Problem, welches ich leider weder mit der KOMA Dokumentation, noch meinen LaTeX Büchern/Skripten lösen konnte, besteht darin:
Ich habe einige Kapitel (\section{Abkürzungsverzeichnis}¹), welche ich noch vor der Einleitung laden will. Diese Kapitel sollen im Inhaltsverzeichnis keine Nummer aufweisen. Mein Lösungsansatz besteht darin, diese Kapitel mit \section*{Abkürzungsverzeichnis}¹ einzubinden. Damit nun die Kapitel trotzdem im Inhaltsverzeichnis auftauchen, füge ich zusätzlich \addcontentsline{toc}{section}{Abkürzungsverzeichnis}¹ hinzu. Soweit so gut, das funktioniert wunderbar. Das Problem, das bei dieser Lösung jedoch auftaucht ist, dass diese Title leider durch das Paket hyperref nicht erkannt werden. Somit sind diese Titel im PDF (ich verwende Latex to PDF mit Texnic Center) leider keine Hyperlinks mehr.
Wer kann mir helfen? Ist mein Lösungsansatz schon falsch (wie soll ich dann bei einigen sections die Kapitelnummer entfernen? Ein \renewcommand{}¹ würde sich doch auf alle \section¹ auswirken?) oder wie bringe ich diese Texte wieder zu einem Hyperlink?

Ah ja: Mit dem erstellen einer eigenen Titelpage gemäss Vorlage der Schule tue ich mich auch noch schwer, aber da versuche ich Beispiele aus diesem Forum auf meine Bedürfnisse zu münzen.

Folgendes Minimalbeispiel:

\documentclass[%
a4paper,							% alle weiteren Papierformat einstellbar
%landscape,						% Querformat
11pt,								% Schriftgröße (12pt, 11pt (Standard))
%BCOR1cm,							% Bindekorrektur, bspw. 1 cm
DIV=calc,							% führt die Satzspiegelberechnung neu aus
%											  s. scrguide 2.4
oneside,							% Doppelseiten
%twocolumn,						% zweispaltiger Satz
parskip=half*,				% Absatzformatierung s. scrguide 3.1
%headsepline,					% Trennline zum Seitenkopf	
%footsepline,					% Trennline zum Seitenfuß
%titlepage,						% Titelei auf eigener Seite
headings=normal,			% Überschriften etwas kleiner (smallheadings)
index=totoc,						% Index im Inhaltsverzeichnis
listof=totoc,					% Abb.- und Tab.verzeichnis im Inhalt
bibliography=totoc,						% Literaturverzeichnis im Inhalt
abstracton,					% Überschrift über der Zusammenfassung an	
leqno,   						% Nummerierung von Gleichungen links
%fleqn,								% Ausgabe von Gleichungen linksbündig
%draft								% überlangen Zeilen in Ausgabe gekennzeichnet
chapterprefix=false %nochapterprefix 
]
{scrartcl}
 
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ansinew]{inputenc}
\usepackage{geometry}
\geometry{inner=3.0cm,outer=1.5cm,top=2.5cm,bottom=2.5cm}
 
\usepackage[onehalfspacing]{setspace} %Zeilenabstand definieren
 
\usepackage{lmodern} %Type1-Schriftart für nicht-englische Texte
\usepackage[small, bf, up, hang]{caption}  %zum formatieren der Titel-Schriften
 
\usepackage{graphicx} %%Zum Laden von Grafiken
\usepackage{amsmath}
\usepackage{units}
\usepackage[printonlyused]{acronym}
%\usepackage[style=apa, nore­mo­te­info, hyperref=auto, bibencoding=inputenc, refsection=chapter]{biblatex}
 
\usepackage{helvet}
\renewcommand*{\partformat}{\thepart\autodot}
 
\usepackage[final]{pdfpages}
\usepackage{hyperref}
 
\hypersetup {
	pdftitle = {Diplomarbeit}, 
	pdfsubject = {Was die Diplomarbeit vermitteln soll},
	pdfauthor = {Der Autor},
	pdfstartview = {FitV},
	pdfview = {FitH},
	pdfpagelayout = {OneColumn},
	colorlinks = {true},
	urlcolor = {black},
	citecolor = {black},
	filecolor = {black},
	linkcolor = {black},
	%backref = {true}
	}
 
\pdfinfo{/CreationDate (\today)}
\begin{document}
\pagestyle{empty} %%Keine Kopf-/Fusszeilen auf den ersten Seiten.
 
\begin{titlepage}
 
%\titlehead{Titelkopf }
%\subject{Typisierung}
\title{Diplomarbeit\\
\selectlanguage{ngerman}
\vskip 1.2cm
{\normalsize
für den Studiengang xy\\}
\vskip 1cm
{\normalsize
an der Fakultät zz\\}}
 
\author{{\normalsize von} \\
Vorgelegt von:  \\
{\normalsize aus ee}}
 
\date{{\normalsize 2012}}
 
\lowertitleback{
1. Gutachter: XXX\\
2. Gutachter: YYY 
}
 
\dedication{For ZZZ}
\end{titlepage}
 
\maketitle 						% Titelei wird erzeugt
 
%% Erzeugung von Verzeichnissen %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%
\newpage
\section{Ehrlichkeitserklaerung}
\section{Danksagung}
\section{Zusammenfassung}
\section{Abstract}
\listoffigures				% Abbildungsverzeichnis
\newpage
\listoftables				% Tabellenverzeichnis
\section{Acronyms}    % Abkürzungsverzeichnis
\tableofcontents			% Inhaltsverzeichnis
 
\include{Einleitung}
 
\newpage
\include{LiteraturVerzeichnis}
%\setbibpreamble{Präambel}		% Text vor dem Verzeichnis
\bibliographystyle{apalike}
\bibliography{Diplomarbeit}	% Sie benötigen einen *.bib-Datei
 
\end{document}

1  [Admin-Edit]: <code>…</code> eingefügt. Bitte künftig selbst beachten!

Bild von Markus Kohm

Admin hat Dir ja bereits ein paar Hinweise auf die Verbesserung Deines Beitrags gegeben. Ich weiße noch ausdrücklich darauf hin, dass Dein Beispiel leider weder minimal noch vollständig ist. Darüber hinaus ist hyperref kein KOMA-Script-Paket. Probleme damit sind also grundsätzlich erst einmal off-topic. Im konkreten Fall dürfte aber die korrekte Verwendung von KOMA-Script trotzdem weiter helfen:

\documentclass{scrartcl}
\usepackage{hyperref}
\begin{document}
\addsec{Hey ich bin auch noch da!}% siehe scrguide.pdf oder scrguien.pdf
Um den Link zu demonstrieren -- und nur deshalb --, setzen wir
das Inhaltsverzeichnis auf eine neue Seite.
\clearpage
\tableofcontents
\end{document}

Übrigens: Links nützen nur dann etwas, wenn der Leser sie auch auf einen Blick erkennen kann. Diplomarbeiten sind jedenfalls keine Suchbilder, bei denen man mit der Maus auf Entdeckungsreise gehen kann. Wenn Du beim Drucken keine Farbe haben willst, dann verwende farbige Rahmen um die Links oder lasse sie unterstreichen. Das wird automatisch nicht mit gedruckt. Ich bin ziemlich sicher, dass es dazu im Forum auch schon Beiträge gibt.

Und falls Dir noch bookmarks fehlen sollten, seit auf die Anleitung zu hyperref und auf das Paket bookmark hingewiesen.

Bist Du sicher, dass Du scrartcl als Klasse für eine Diplomarbeit verwenden willst und nicht scrreprt? Normalerweise tun Kapitel einer Diplomarbeit eher gut und ersparen eine ganze Menge \newpage oder \clearpage. BTW: Vor und hinter \include ist \newpage überflüssig. da \include immer eine neue Seite beginnt und auch die letzte eingebundene Seite immer beendet.

Zum Thema Titelseiten gibt es im Dateien-Bereich ein eigenes Projekt mit eigenem Paket.

Erst einmal besten Dank für die Hinweise. Das mit dem tag hatte ich versucht, verwendete aber auch dort [ latex ]. In der Vorschau wurde dieses jedoch nicht angezeigt, darum habe ich sie wieder entfernt (sollte der Lesbarkeit dienen). Mein Fehler, jetzt weiss ich ja, dass es trotzdem geht, bzw. dass dafür die [ code ] tags zu verwenden sind (nat. ohne Leerschlag).
Bezüglich des minimalen / vollständigen Beispieles: Als Anfänger, welche Teile hätte ich weglassen sollen? Da ich die Zusammenhänge und allenfalls Abhängigkeiten zwischen den Pakten nicht kenne, ist schwer zu sagen, welche includes weg gelassen werden sollen. Dass mehr als 30Zeilen nicht mehr als minimal gelten hatte ich gelesen, aber beim besten Willen nicht gewusst was gestrichen werden könnte.

Nun zu den Ratschlägen: Danke für den Tipp mit den Unterstreichungen und dass diese nicht gedruckt werden (erspart mir das ausgeben von zwei Versionen: Eine zum drucken und eine mit farbigen Links).

Bezüglich den Klassen: Leider fand ich in meinen Anleitungen noch nicht schlüssig geschildert, welche Klasse sich für welchen Einsatz am besten eignet. Werde in dem Fall aber sicher auf scrreprt umsteigen.

Ebenfalls besten Dank für die weiterführenden Links, damit werde ich sicherlich wieder eine ganze Weile zu tun haben.

Bild von Markus Kohm

Auf der FAQ-Seite zum Thema Minimalbeispiel wird gleich am Anfang auf eine Grundsatzseite zu diesem Thema verlinkt, auf der sich auch eine Detailanleitung findet. Darin wird u. a. für zusammengesetzte Dateien angegeben, dass man zunächst die \input oder \include nach und nach auskommentiert (oder mit \includeonly nur teilweise laden lässt), um dann ggf. diejenigen zu ermitteln, die für das Problem wirklich erheblich sind. Ebenso wird dort das vorgehen angegeben, falls solche Dateien tatsächlich notwendig sein sollten.

Auch für das testweise Auskommentieren und ggf. Entfernen von Paketen braucht ein Anfänger kaum länger als ein Experte. Dass ein Anfänger auch damit ggf. kein absolut minimales Beispiel schafft, ist mir natürlich klar. Das liegt dann beispielsweise daran, dass er den Zusammenhang zwischen einer (für das Problem eigentlich nicht notwendigen) Anweisung und einem (bei Ersetzung der Anweisung nicht mehr notwendigen) Paket eventuell nicht erkennt. Das ist dann, wie ich auf der FAQ-Seite erwähnt habe, nicht so tragisch.

In Deinem Fall ist aber deutlich zu erkennen, dass Du Dir gar nicht die Mühe gemacht hast, heraus zu finden, ob beispielsweise die ganzen \include oder irgendwelche Optionen von hyperref eine Rolle spielen. Das kannst Du besser. Im Zweifelsfall motivierst Du dann nicht nur Helfer, es wird Dir außerdem ggf. nützliches Wissen und auch manches Erfolgserlebnis bringen.

BTW: Bei einem Minimalbeispiel gehört natürlich in der Regel alles, was auskommentiert wurde, am Ende tatsächlich entfernt. Das macht das Beispiel kleiner, übersichtlicher und lenkt nicht vom eigentlichen Problem ab.

Welche Klasse wofür am besten geeignet ist, ist nicht eindeutig zu sagen. Hinweise bekommt man aber durch den Namen der Klasse durchaus schon. scrartcl steht für script article, also eine Artikel-Klasse. Artikel sind in der Regel kurze Texte, die häufig zusammen mit anderen Texten veröffentlicht werden oder zu sehen sind. Das sind beispielsweise echte Zeitschriftenartikel, Artikel in einem Sammelband oder zu einer Vortragsreihe, aber auch Arbeitspapiere. Hier gibt es dann den Berührungspunkt zu Berichten. Eine Seminararbeit ist beispielsweise eine Art Bericht zu einem Teil einer Vortragsreihe oder eine Art Arbeitsbericht. Für mich ist das ein Artikel, der im Zusammenhang mit den anderen Seminararbeiten zum demselben Seminar zu sehen ist. Eine Diplomarbeit ist ebenfalls ein Arbeitsbericht und gleichzeitig eine wissenschaftliche Abhandlung. Diese ist jedoch in erster Linie eine eigenständige Arbeit. Auch vom Umfang überschreitet sie meist das, was ein üblicher Artikel erreicht.

scrreprt steht für script report, also einen Bericht und eignet sich grundsätzlich für Diplomarbeiten. Das gilt im übrigen auch für die Arbeiten zu den neueren Abschlüssen Master und Bachelor. Wobei letztere Arbeit – wenn wir ganz ehrlich sind – oftmals schon vom Umfang ein eher magerer Bericht wird. Spätestens bei der Dissertation, die bei vielen Disziplinen noch immer als Buch heraus gebracht wird, teilweise aber auch bereits bei mehrteiligen Diplomarbeiten (wie meiner) überschreiten wir dann die Grenzen vom Bericht zum Buch.

scrbook steht für script book, also eine Buchklasse. Damit eignet sich die Klasse nicht nur als Grundlage für vielerlei Bücher – allerdings weniger für literarische Werke, sondern eher für Fachbücher – sondern auch für Dissertationen und so manche Diplomarbeit oder für Vorlesungsskripte (das ist der Ursprung des LaTeX-2.09-Vorläufers der Klasse und daher kommt der Namensteile script).

Übrigens: Manchen mag es verwundern, aber selbst die vierte Auflage des KOMA-Script-Buches, dessen Layout nun gar nicht mehr an scrbook erinnert, ist tatsächlich mit scrbook gesetzt. Das zeigt, wie vielfältig und flexibel diese Klasse tatsächlich ist.

Übrigens genügt es teilweise bereits hier im Forum den Dokumenttyp – also beispielsweise »Diplomarbeit« – in der Suche einzugeben, um zu erfahren, welche Klassen dafür am häufigsten eingesetzt werden. Und letztlich ist ein Wechsel von scrartcl zu scrreprt oder zurück kein Drama. Das ist mit wenigen Suchen/Ersetzen-Operationen in jedem guten Editor rasch erledigt.

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