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Grundlinie der Fußzeile bei Verwendung von geometry

Hallo zusammen,

wenn man KOMA-Script und geometry zusammen nutzt, scheint die Fußzeile nicht auf der über footskip definierten Grundlinie zu stehen, sondern etwas darüber. Ich vermute, ich verstehe einfach etwas falsch in der Doku im Zusammenhang mit footheight und eben footskip … nur was?

Hier das Minimalbeispiel, bei dem ich gerne hätte, dass die Grundlinie der Fußzeile genau auf der mit showframe eingeblendeten Linie steht.

\documentclass{scrbook}
 
\usepackage{geometry}
\geometry{
   showframe,
   bottom = 30mm,
   footskip = 29mm,
}
\KOMAoptions{footlines = 1}
 
\usepackage{scrlayer-scrpage}
\clearpairofpagestyles
 
\setkomafont{pageheadfoot}{\footnotesize}
\cfoot{Grundlinie gesucht gg}
 
\usepackage{lipsum}
 
\begin{document}
   \lipsum[1-20]
\end{document}

Viele Grüße aus Osnabrück!
Tobi

Markus Kohm schrieb in der Erklärung der Optionen footlines und footheight in der KOMA-Script-Anleitung:
Eine Änderung dieser Optionen nach dem Laden von typearea führt nicht zu einer automatischen Neuberechnung des Satzspiegels. Vielmehr wirkt sich die Änderung erst bei der nächsten Neuberechnung des Satzspiegels aus. Zur Neuberechnung des Satzspiegels siehe Option DIV mit den Werten last oder current (siehe Seite 38) oder die Anweisung \recalctypearea (siehe Seite 41).

Also verwende footlines=1 bereits als Klassenoption. Schließlich willst Du nach dem Setzen der Einstellungen mit geometry sicher kein \recalctypearea. Wenn Du die Einstellung erst nach dem Laden der Klasse vornehmen willst, dann unbedingt vor dem Setzen der geometry-Einstellungen und unbedingt unter Berücksichtigung des obigen Hinweises.

Sehr schön; so gehts.

Ich hatte den zitierten Absatz gelesen, aber nicht weiter beachtet, weil ich typearea ja (bewusst) gar nicht nutze …

Tobi W_
Grafikdesign und TeX-Beratung

tobiw.de
mail@tobiw.de

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Auch wenn man typearea selbst nicht verwendet, muss die Information ja irgendwie verarbeitet werden. Natürlich könnte man bei Nichtverwendung von typearea auch einfach die Länge \footheight ändern, was dann natürlich am Besten nach dem Laden von scrlayer-scrpage erfolgt, damit es auch bei Verwendung einer Nicht-KOMA-Script-Klasse funktioniert.

mit \footheight hatte ich schon experimentiert, bin damit aber auch nicht so recht zum Ziel gekommen. Nun geht’s ja :-)

Tobi W_
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Änderungen von \footheight wirken definitiv sofort. Letzte machen \typearea und \areaset und damit jegliche Satzspiegel-Neuberechnung in typearea bezüglich des Fußes auch nichts anderes, als genau diese Länge zu setzen:

    \@ifundefined{footheight}{%
      \newlength\footheight
    }{}%
    \@ifundefined{ta@fh}{%
      \footheight=1.25\baselineskip
    }{%
      \footheight=\ta@fh
    }%
    \footskip=\dimexpr\footheight+2.25\baselineskip

Auch hier sind die Voreinstellungen übrigens aus Kompatibilitätsgründen so gewählt, wobei ich im Nachhinein vermutlich mit 1\baselineskip für \footheight doch besser gefahren wäre. Ich habe damals aber lange daran getüftelt, nur leider unzureichend dokumentiert, warum ich mich in typearea am Ende für genau den Wert entschieden habe. Interessanter Weise verwendet scrlayer \baselineskip als Voreinstellungen, falls die Länge noch nicht definiert ist.

Alles klar. Danke :-) Ich komme mit footlines jetzt auch gut hin …

Tobi W_
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