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Was ich so brauchen bzw. mich erfreuen kann

Bild von Markus Kohm

Bei meinem Vortrag auf der DANTE 2014 kam offenbar rüber, dass ich einen dringenden Bedarf an ganz bestimmter Hardware habe. Das ist ein Missverständnis. Es ist eher so, dass ich derzeit (Dank Uwe und eines Spenders, der nicht genannt werden will, und DANTE Ende 2010) keinen aktuellen, dringlichen Bedarf habe. Jedoch kann ich sehr oft etwas mit Dingen anfangen, die andere aussortieren oder als stille Reserve, die tatsächlich nie zum Einsatz kommt, in irgend einer Kiste oder Schublade liegen haben.

Ich habe ein großes Talent Festplatten zu vernichten. Daher kann ich fast ständig interne SATA-Festplatten und SSDs im 3.5"-Format ab 1 TB und im 2,5"-Format ab 300 GB brauchen. Für Backups und virtuelle Systeme sind auch ständig externe Festplatten mit USB 2 oder USB 3 und sehr gerne mit eSATA-Anschluss gesehen. Bei den externen 3,5"-Geräten bevorzuge ich hier zwar Größen ab 1 TB, kann aber auch mit einzelnen Geräten ab 500 GB etwas anfangen. Externe 2,5"-Platten haben den Vorteil, dass ich sie auch unterwegs mit meinem Notebook nutzen kann.

Darüber hinaus bin ich immer an ausgedienten Notebooks (bitte vorher bei mir anfragen, da ich diesbezüglich dank einer Neunanschaffung und eines aktuellen Geschenks recht gut versorgt bin), Tablets oder dem einen oder anderen Desktop-Rechner, Monitor (bitte vorher bei mir anfragen, da ich bezüglich Monitor diesbezüglich dank eines aktuellen Geschenks recht gut versorgt bin) oder auch mal Scanner interessiert. Wer glaubt, dass das Teil, das er gerade aussortiert hat, für mich sicher zu alt ist: Als grobe Richtschnur für PCs gilt: Wenn Win10 drauf läuft, kann ich es brauchen (wobei die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ich Linux installiere). Was nicht mehr für mich taugt, erfreut vielleicht eines meiner Kinder (wobei die Wahrscheinlichkeit umgekehrt wohl eher größer ist). Tablet habe ich noch gar keins, also ist fast alles besser.

Ein OS-X-Testsystem habe ich übrigens auch keines. Aber bisher bestehen Mac-Anwender auch nicht darauf, dass etwas bei ihnen grundsätzlich nicht funktioniert, was ich mit TeX-Live unter Linux zum Laufen gebracht habe.

Einen A3-Drucker könnte ich eigentlich auch recht gut gebrauchen, nur leider würde dafür vermutlich ganz erheblich an Platz in meinem kleinen Büro fehlen.

Wer mir einfach nur eine Freude machen will, findet auch Infos auf meinen Wunschlisten:

  • Thomann (für den Musiker in mir)
  • Conrad (mein bisher immer zuverlässiger Elektronik-Versender; wenn meine dortige Wunschliste gerade leer ist, landet man allerdings auf der Startseite)
  • Amazon (das kennt jeder, ist aber nicht immer gut von mir gepflegt, trotzdem am besten nach Priorität sortieren)

Und wenn jemand lieber Geld für den Serverbetrieb und ähnliches geben will, dann kann er das mittels DE34 5OO1 O517 O12O 3O92 65 (sorry, aber die O müsst Ihr noch durch 0 ersetzen) und INGDDEFFXXX auf ein Konto, auf das man zwar überweisen, von dem man aber keine Lastschrift tätigen kann. Wichtig: Bitte als Verwendungszweck nicht das Wort »Spende« verwenden, da die Bank dann irrtümlich von einem nicht privaten Zweck ausgeht, die Verwendung des Kontos aber nur für private Zwecke zulässig ist. Gebt bitte als Zweck einfach nur »KOMA-Script« oder »Geschenk, KOMA-Script«, »KOMA-Script-Server«, »komascript.de« o. ä. an. Letztlich sind das im rechtlichen Sinne auch keine Spenden, sondern private Geschenke.

Früher habe ich auch darauf hingewiesen, dass man mir einfach sein Lieblingsbuch oder eine Flasche seines Lieblingsweins schenken kann. Allerdings ist mein Weinregal inzwischen voller billiger Qualitätsweine, die ich nicht trinke und die ich mich nicht traue weiter zu verschenken, so dass ich zumindest letzteres zurück nehme. Schokolade und Pralinen kommen im Sommer meist nicht in gutem Zustand an und sind deshalb auch keine wirklich gute Idee – außerdem sollte ich noch immer das eine oder andere Kilo los werden. Etwas womit ich gar nicht rechne, kann hingegen eine tolle Idee sein. Achso: Schickt mir bitte keine BlueRays, so modern bin ich nicht ausgestattet. DVD-Player habe ich aber.

Wer auch immer mir (nach Rücksprache oder ohne) etwas zuschickt, sollte bitte auch angeben, mit welchem Namen, Spitznamen oder komascript.de-Benutzernamen er ggf. in der Sponsorenliste genannt werden will, oder ob er ungenannt bleiben will. Für das meiste, was über gebrauchte Tennissocken hinaus geht, ist eine solche Aufnahme in die Liste inzwischen möglich (ursprünglich war sie nur für Sponsoren des Servers). Ein Schüler, der mir eine gelesene Ausgabe von "Kabale und Liebe" schickt, hat das in meinen Augen genauso verdient, wie ein Krösus von Lydien, der mir einen Streitwagen mit Rassepferden vor die Tür stellt.¹

Ich denke dass damit die Unklarheiten bezüglich meines Aufrufs während des Vortrags beseitigt sind. Wenn irgendwann meine dann sicher sehr alte Hardware wirklich wieder die Entwicklung von KOMA-Script gefährden sollte, wie das schon einmal passiert ist, werde ich auf jeden Fall einen echten Hilferuf starten und mich ggf. auch wieder an DANTE wenden. Da mir die letzte Tagung sehr viel Spaß gemacht hat, wird die Anforderung eines Vortrags dann auch kein Hinderungsgrund mehr sein.

Bis demnächst
Markus


1   Als ich das geschrieben habe, habe ich halb im Spaß befürchtet, ich könnte jetzt mit Reclam-Heftchen von "Kabale und Liebe" zugeschüttet werden. Offenbar ist das aber keine Lektüre, die man heutzutage noch in der Schule liest, so dass ich davon verschont geblieben bin. Streitwagen oder Rassepferde habe ich zwar auch nicht erhalten, das hatte ich aber auch weniger befürchtet.

Kommentare

Bild von Markus Kohm

Immer wieder einmal kommt es vor, dass mir jemand einen Artikel von meiner Wunschliste zukommen lässt, dabei aber entweder der freundliche Mensch, der mir den Artikel verehrt hat, gar nicht angegeben ist, oder es ist ein Name angegeben, zu dem ich in meinem Adressbuch und meiner E-Mail-Sammlung keinerlei Adresse finde. Selbst mehr oder weniger anonyme Eingänge auf dem Konto waren bereits zu verzeichnen. Leider habe ich bisher versäumt, diesen zumindest hier immer zu danken. Leider kann ich auch bei den zurückliegenden Fällen auch nicht mehr zuverlässig ermitteln, welche Artikel das betraf. Daher einfach nur ab sofort:

  • Danke für den Orangenschäler. Mein alter hat bereits eine weiße Biegestelle (also eine künftige Bruchstelle) und musste bisher immer mit dem ganzen Rest der Familie geteilt werden. Kommt also genau richtig!
  • Danke für die Kiste Riesling. Leider hat das Weingut keinen Lieferschein mitgeschickt, aus dem hervor geht, wer sie mir verehrt hat.

Danke auch an alle anderen, die mir ein freundliches Wort oder mehr haben zukommen lassen.

Bild von Markus Kohm

Danke für die Tafel Freudenbereiter!

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Herzlichen Dank für den Speicher, der keinen Tag auf meinem Wunschzettel war.

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Herzlichen Dank für die SSD. Mich beschleicht der Verdacht, dass da jemand in kurzen Abständen meinen Wunschzettel auf neue Einträge kontrolliert hat. Seit Anfang April waren neu aufgenommene Dinge kaum länger als ein paar Tage darauf und alle Zusendungen waren anonym.

Bild von Markus Kohm

Inzwischen ist verraten, von wem »Freudenspender«, RAM und SSD kamen. Wie so oft, handelte es sich um jemand altbekanntes. Mehr verrate ich aber auch nicht. Der geäußerte Verdacht hat sich jedoch nicht ganz bestätigt. Spannend war das trotzdem, irgendwie auch lustig und natürlich höchst erfreulich.

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Erneut hat ein anonymer Schenker zugeschlagen. Vielen Dank für das Buch.

Bild von manuel.kuehner

Ist der Beitag eigentlich (inhaltlich) noch aktuell (Stichwort: 120 GB SSD)?

Bild von Markus Kohm

In unregelmäßigen Abständen und eigentlich immer, wenn mich jemand fragt, ob das noch aktuell ist, lese ich mir das durch und sorge dafür, dass es aktuell ist. Das gilt auch für SSDs ab 120 GB. Natürlich darf es auch größer sein, aber ab 120 GB könnte ich eine SSD tatsächlich sofort nutzbringend einsetzen (u. a. habe ich noch ein Notebook dessen System noch auf einer HDD liegt und das mit SSD sicher sehr viel schneller booten würde).

Bild von manuel.kuehner

Hallo Markus, ich war gerade auf Deinem Wunschzettel bei Amazon (https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/1QPSUD662YIVQ). Die Einträge sind z. T. ein paar Jahre alt, daher habe ich gezögert, etwas zu bestellen. Sind die Musik-CDs noch ein Thema oder besser Geld aufs Konto?

Beste Grüße
Manuel

Bild von Markus Kohm

Die CDs werden so lange auf der Liste bleiben, bis ich die entweder selbst kaufe oder alle bekommen habe. ;-) Wobei ich gerade sehe, dass da eine CD noch drauf ist, die ich anderweitig bekommen habe. Die muss runter: erledigt.

Und ja: Dinge – auch solche, die nicht auf einer Wunschliste stehen – sind mir immer lieber als Geld. Ich bin ein seltsamer Mensch, dem Geld auf dem Konto zwar ein beruhigendes Gefühl gibt, der es aber selten für Dinge einsetzte, die er nicht unbedingt notwendig sind, sondern nur gerne hätte. Und er nicht gerne bei Amazon kauft, weil die bekanntlich die Einkaufspreise so sehr drücken, dass bei Musikern und Autoren häufig noch weniger als sonst üblich hängen bleibt: Ich hänge nicht an Amazon. Im Impressum findet man meine tatsächliche Adresse.

Bild von Markus Kohm

Hey, eigentlich wollte ich ja nur unter dem Kommentar Danke an unbekannte Spender ein Dankeschön für die Geschenke ohne bekannten Absender auflisten, weil ich mich bei den Leuten eben nicht persönlich bedanken kann. Und eigentlich wollte ich keine Geschenke herausstellen. Alle Geschenke haben ihren ganz individuellen Wert für mich! Aber gestern ist etwas geschehen, davon muss ich einfach berichten.

Mit Vorankündigung kam gestern ein Paket von jemandem an, den ich nicht etwa deshalb sehr schätze, weil er mir schon häufiger größere Geschenke gemacht hat (beispielsweise den Schreibtischstuhl, auf dem ich gerade sitze), sondern auch weil er mit seinen durchdachten Vorschlägen und qualifizierten Problembeschreibungen KOMA-Script immer wieder ein gutes Stück voran gebracht hat und vor allem, weil ich beim E-Mail-Verkehr mit ihm nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, sondern auch mal flapsig sein kann und wir, wenn ich Mist baue, gemeinsam darüber lachen können. Schon als ich das Paket entgegen genommen habe, vibrierte in mir die Vorfreude. Ich wusste ja, was darin ist. Deshalb habe ich es auch sehr vorsichtig ausgepackt. Als ich das gute Stück, dann in Händen hielt, war wirklich unfassbar, wie schön es ist! Hier ein Bild von dem Schmuckstück:

Semi-Hollow-Gitarre

Meine Finger glitten über das Holz, kontrollierten die Verarbeitung der Stege. Dann ging es an die Schalter und Regler. Alles wunderbar verarbeitet. Ich wollte natürlich auch wissen, wie so eine Semi-Hollow-Gitarre ohne Verstärker klingt. Kann man die wirklich rein akustisch spielen? Man kann – muss man aber nicht. Aufgrund des geringen Volumens des Klangkörpers sind die Höhen überbetont und die Bässe zu blass. Zum Üben reicht es, für unplugged würde ich jedoch meine Akustikgitarre vorziehen. Trotzdem konnte man bereits erahnen, dass sie einen sehr sauberen Ton hat. Nach dem Stimmen war ich auch überrascht, dass die Saitenlage ab Werk bereits sehr ordentlich eingestellt war. Selbstverständlich ist das nicht. Ich hätte dann über dem Ausprobieren fast mein Mittagessen vergessen.

Mein Grinsen hielt den ganzen Tag an.

Heute dann wollte ich wissen, wie sie an meinem UR22 von Steinberg klingt. Eingestöpselt, Kopfhörer angeschlossen, angeschlagen. Das Grinsen hätte nicht breiter werden können. Ein wenig an den Reglern gespielt, Gain am UR22 voll aufgedreht, Lautsprecherausgang hochgeregelt, das Grinsen konnte doch noch breiter werden. Mikrophone eingestöpselt, Zeit vergessen, bis meine Finger gejammert haben: Wenn Du nicht aufhörst, fangen wir an zu bluten! Da hat sich gerächt, dass ich seit einem Jahr meine Gitarren nur noch alle paar Wochen zur Hand nehme. Das wird sich jetzt aber wieder ändern! Ganz sicher!

Ich habe in den letzten Jahren und auch schon in diesem Jahr diverse Dinge geschenkt bekommen. Viele davon sind nützlich. Alle erfreuen mich. Viele davon motivieren mich, wieder mehr an KOMA-Script zu arbeiten oder mehr Zeit in den Support zu stecken. Hin und wieder gelingt es jemandem, mir ein Geschenk zu machen, dass mich stattdessen motiviert, mehr für mich zu tun und damit glücklich zu sein. Jemandem aus dem hohen Norden gelingt das wiederholt. Das scheint auf den ersten Blick keine gute Idee, wenn man Support und Weiterentwicklung fördern will. Ist es aber. Zwar spüre ich heute meine Finger beim Tippen, aber ich bin entspannt und weiß ganz genau, was zu tun ist, sollte es wieder erwarten jemandem gelingen, meine heutige Lebensfreude zu dämpfen. Direkt hinter mir steht das Heilmittel.

Danke!

Und wenn mir die Finger zu sehr schmerzen, werde ich mich auf die Suche nach einem passenden Verstärker machen. Ein Bekannter hat mir einen Fender empfohlen. Auch das bringt zusätzliche Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, wie das dann klingt! (Nachtrag: Klingt super, zeigt mir aber mal wieder meine musikalischen Grenzen auf. Ich hoffe, dass ich bald wieder sehr viel mehr üben kann.)

PS: Das heißt jetzt nicht, dass mir alle Gitarren schenken sollten. Ich brauche noch immer Toner für meinen Drucker. Ich lese noch immer Bücher. Ich höre noch immer Musik von Leuten, die sie besser machen als ich. … Das Ganze war einfach nur ein Erlebnis. Ich hätte stattdessen auch von Stollen oder Monitor oder der E-Mail von dem Studenten aus China erzählen können. Es gibt immer wieder freudige Ereignisse.

Bild von Markus Kohm

Ich sollte diese Seite einfach selbst öfter lesen. Sie erinnert mich nämlich immer wieder daran, dass ich es sehr oft auch mit tollen Leuten zu tun habe. Wenn ich mir die ganzen Geschenke in Erinnerung bringe und die Kontakte mit netten Menschen, die über die Jahre entstanden sind, dann motiviert das am Ende doch wieder sehr. Ganz unabhängig vom Wert der Geschenke, vermitteln sie mir, dass die ganze – teilweise auch recht nervenaufreibende – Arbeit doch nicht für die Katz ist, sondern für andere einen Wert hat.

Ich erwähne gerne, dass die kleinen Geschenke mir besonders lieb sind. Ich will aber auch nicht unerwähnt lassen, dass sich in einigen Fällen die mittleren bis größeren Geschenke überraschend kumulieren. Teilweise geht das über Jahre mit großer Beständigkeit. Teilweise findet es innrhalb kurzer Zeit statt. Teilweise sind Menschen beteiligt, die mir aus den sich entwickelnden Kontakten ohnehin besonders ans Herz gewachsen sind. Teilweise sind es Menschen – man verzeihe mir – die mir absolut fremd sind.

In manchen Fällen verblüfft mich das Ausmaß der Wertschätzung. Die Sache mit der Gitarre habe ich ja schon ausführlich erzählt. Ein anderes Beispiel sind Monitor, Notebook und Dockingstation, die mich im Abstand von wenigen Monaten bis Wochen erreicht haben. Begonnen hat es mit der (telefonischen?) Frage, ob ich noch immer einen Monitor gebrauchen könnte. Ich hatte damals an einen selbst-gebrauchten, ausrangierten Monitor gedacht. Bekommen habe ich ein sehr hochwertiges, professionell aufbereitetes Gerät aus dem Profibereich, das ich mir tatsächlich selbst (auch gebraucht) nie geleistet hätte. Inzwischen ist das auf dem Schreibtisch mein Hauptgerät und hat meinen alten Monitor zum Zeitbildschirm degradiert. Die Bildqualität und Farbtreue des neuen (Gebraucht-)Geräts ist derart gut, man glaubt es kaum. Nun, schon vor 20 Jahren habe ich bei der Arbeit Eizo-Röhrenmonitore aus dem Profisegment geschätzt – und schon damals waren die saumäßig schwer. ;-)

Im Zuge der Schenkung des Monitors hatten wir uns auch über gebrauchte, aufbereitete Notebooks unterhalten. Ich hatte damals meine Präferenz für Lenovo-Business-Geräten oder alternativ für HP erwähnt. Sicher habe ich auch fallen lassen, dass das damit zusammenhängt, dass ich mit dem x61s, das ich vor Jahren geschenkt bekam (Hallo Uwe!), extrem zufrieden war und die kleinen, leichten Teile einfach zu schätzen weiß. Bestimmt hatte ich erwähnt, dass mir ein x230 nicht so ganz zusagen würde und ich mit einem x240 oder x250 liebäugle. Eigentlich hätte ich wissen sollen, worauf das irgendwann hinaus läuft. Mancher mag denken: »Hach, was ist der Markus doch für ein hinterfotziger Heuchler"« Aber ich bin trotz aller Erfahrungen wohl noch immer extrem naiv und kurzsichtig und unterhalte mich daher ohne Hintergedanken und ohne Vorahnungen über derlei Dinge. Jedenfalls klingelte ein paar Monate später der Paketbote und brachte mir ein fast neuwertig, aufbereitetes x240. OK, entgegen der beigefügten Beschreibung war die Festplatte unbrauchbar klein und die Webcam fehlte. Trotzdem kann ich professionell aufbereitete Geräte nach dieser Erfahrung sehr empfehlen. Die Festplatte wurde mit Hilfe einer anderen treuen Seele ganz schnell durch eine fette SSD ersetzt (RAM wurde aus der gleichen Quelle ebenfalls verdoppelt). Keine Webcam erspart die ständige Kontrolle, dass sie auch aus ist, oder das Abkleben. Außerdem hat das Notebook entgegen der Beschreibung eine beleuchtete Tastatur, was ich inzwischen durchaus zu schätzen weiß und für mich die fehlende Webcam mehr als kompensiert. Ein paar Wochen später kam dann sogar noch eine Docking-Station. Inzwischen arbeite ich mit dem x240 wesentlich häufiger als mit meinem alten Arbeitstier (einem HP ProBook 6550b, einst von DANTE gesponsort). Mein selbst angeschafftes v130 ist inzwischen mein Ersatzgerät und darf wegen seiner Sparsamkeit manchmal Nachtarbeit leisten. Im Vergleich zum x240 hat es zwar ein größeres aber deutlich schlechteres Display und die deutlich schlechtere Tastatur. OK, es hat 12 GB RAM, während beim x240 bei 8 GB das Ende der Möglichkeiten erreicht ist. Aber die 8 GB reichen mir für KOMA-Script dicke. Einzig nervig ist beim x240 manchmal das Touchpad. Die 3-Finger-Geste für die mittlere Maustaste wird leider immer wieder als 2-Finger interpretiert. An das alternativ mögliche Klicken am oberen Rand des Touchpads kann ich mich nicht so recht gewöhnen. Eine richtige Taste wäre nicht schlecht, hat das v130 aber auch nicht. Dort war das Touchpad noch nerviger, weil ich beim Tippen ständig drauf gekommen bin und der Cursor dann irgendwohin gehüpft ist – trotz diverser Einstellungsänderungen bezüglich Sensitivität und Abschalten während der Tastaturbenutzung. Aber ich schweife ab. Jedenfalls war das total überraschend, eigentlich viel zu viel, aber auch extrem nützlich. 90% meines Supports leiste ich von diesem Notebook (auch jetzt sitze ich damit auf der Terrasse und freue ich am schönen Wetter). Ein Teil der Entwicklung geht ebenfalls damit. Vom Urlaub abgesehen (immer ohne Computer!) ist es ein regelmäßiger und treuer Begleiter.

So, genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich könnte jetzt noch eine Sache bezüglich eines anderen Geschenks erwähnen. Das wäre dann aber in der Tat mit Hintergedanken und deshalb nicht schön. Wenn es mir irgendwann unter den Nägeln brennt, werde ich es anderweitig ganz offen kund tun.

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