Langsam macht sich Wehmut breit

Hallo da draußen!

Einige wenige werden es mitbekommen haben: Das „KOMA-Script Documentation Project“ geht auf komascript.de seinem Ende entgegen. Seit einigen Wochen lösche ich fast jeden Tag Dutzende von Benutzer-Accounts und die zugehörigen Inhalte.

Nachdem ich gerade entdeckt habe, dass komascript.de seit nunmehr 21 Jahren unter Drupal läuft (davor war es schon als Zope-Site vorhanden), erfasst mich nun doch ein wenig Wehmut. Das ist rund 2/3 der Zeit, die ich nun schon an KOMA-Script arbeite. Gesponsort wird die Domain von Anfang an von Robin (von dem ich gar keine gütige E-Mail-Adresse mehr habe). Der Server wird ebenfalls seit 21 Jahren zumindest größtenteils von ein paar freundlichen Recken zur Verfügung gestellt und in Betrieb gehalten. Hin und wieder haben sich auch einzelne KOMA-Script-Anwender an den Kosten beteiligt.

Bin ich verrückt?

Vor einigen Minuten hat mich eine Mail erreicht, in der mich ein Bekannter und bekennender KOMA-Script-Anwender rundheraus gefragt hat, ob ich verrückt sei. Tja, gute Frage.

Hintergrund war, dass ich demjenigen erzählt habe, was ich so alles an freiwilligen Tätigkeiten ausübe angefangen von meinem kirchlichen Engagement über diverse »Hey, kannst Du am Samstag auf unsere beiden Jüngsten aufpassen?« – »Klar, warum nicht!« über meinen OpenSource-Engagement bis hin zu: »Die Vorlage von https://bitsundbytesiminternetsindgeduldig.invalid ist sooo an dem vorbei, wie man das mit KOMA-Script machen sollte, da muss ich unbedingt einen Tag investieren, um dem armen Anwender, der darauf reingefallen ist, mal zu zeigen, wie es richtig geht.« Wann habe ich das letzte Mal ein Buch gelesen? Kaum zu glauben vor zwei Wochen!

Was kostet komascript.de?

Vor fast zwei Jahren hat mich jemand gefragt, was mich der Betrieb von komascript.de kostet. Wie so oft habe ich damals darauf hingewiesen, dass ich komascript.de nicht betreibe. Die Domain selbst wird seit Jahren von Robin bereitgestellt, der auch die Kosten für die Domain trägt. Gehostet wird komascript.de auf tohserver.com. Das ist ein privates Projekt, das von Privatleuten finanziert wird. Das Finanzierungsrisiko trägt Raymond, der außerdem auch das System administriert, was manchmal extrem in Arbeit ausarten kann – besonders, wenn ich mal wieder einen Sonderwunsch oder sonst eine dumme Frage habe. Damit wird also komascript.de von ein paar wenigen Privatleuten finanziert und betrieben. Das verblüffende daran ist, dass diese Leute von komascript.de praktisch keinen eigenen Nutzen haben. Einmal im Jahr lässt Raymond die virtuelle Sammelbüchse in der Hoffnung rumgehen, dass er nicht alleine auf den Kosten von mehreren Hundert Euro sitzen bleibt. In diesem Jahr hat er außerdem angekündigt, dass demnächst ein Hardwarupgrade notwendig wird. Falls sich jemand von Euch, die Ihr Nutzen aus komascript.de zieht, an den Kosten beteiligen will, kann er sich gerne per Mail an mich wenden.