Und manchmal kann man von außen nur schwer erkennen, wie groß diese Schritte tatsächlich sind. Letzteres betrifft aus meiner begrenzten Zwergensicht beispielsweise den LaTeX-Kern. Der wurde in den letzten Wochen massiv an Änderungen bei lualatex angepasst. Diese Änderungen bemerkt der LaTeX-Anwender im Idealfall gar nicht. Anwender von lualatex würden hingegen sehr stark bemerken, wenn es diese Änderungen nicht geben würde, sie aber trotzdem beispielsweise lualatex aus dem kommenden TeX Live 2016 verwenden würden.
Geht doch
Wie ich entdeckt habe, gibt es zwar keinen direkten Zugriff auf die alten Repositories mehr, aber man kann indirekt über das Web-Frontend noch darauf zugreifen. Da das noch ein altes CVS-Repository war, gibt es keine globale Revisionen, sondern jede Datei hat ihre eigene Historie und ihre eigene von den anderen Dateien unabhängige Revisionsnummern. Also musste ich nicht nur ein Skript schreiben, das mir über das Web-Frontend die Dateien holt, um die Historie (allerdings ohne jeweiliges Datum) zu übertragen, musste ich auch noch die Dateien in der jeweiligen Revision in der richtigen Reihenfolge holen, um sie in ein neues subversion-Repository zu schreiben. Dazu mussten dann die Änderungen, die ich in letzter Zeit über ein neues, lokales Repository vorgenommen hatte, ebenfalls übertragen werden. Das ging aber Dank globaler Revisionsnummern dann schnell. Jetzt habe ich also ein neues (nicht öffentliches) Repository mit der gesamten Historie.
Ein ganz normaler Waschtag
Aufgrund verschiedener Umstände stapelte sich Anfang der Woche hier die Wäsche. Da ich aufgrund beschränkter Leinenkapazität nur eine bestimmte Menge an Wäsche gleichzeitig zum Trocknen aufhängen kann, ziehen sich die Waschtage über die ganze Woche hin. Ein Teil der Wäsche kann auch in den Trockner. Die Wäsche braucht auch unterschiedlich lang und zwischendurch gibt es immer Zeiten an denen ich weder Zeit zum Aufhängen noch zum Umräumen in den Trockner und Neubeladen der Waschmaschine habe. Auch brauchen Waschmaschine und Trockner teilweise unterschiedlich lang. Deshalb will das Ganze gut geplant sein.
Frohe Weihnachten
Ich wünsche allen da draußen – egal ob sie mir persönlich bekannt sind, ob sie KOMA-Script verwenden, ob sie LaTeX-Anwender sind, ob sie friedlicher Gesinnung sind oder nicht – fröhliche und friedliche Weihnachten. Ich wünsche allen – seien sie Christen oder nicht, seien sie Theisten, Atheisten, Agnostiker, Esoteriker, Naturalisten oder was auch immer – die Zeit und Muse, sich dieser Tage Gedanken über die Botschaft des Weihnachtsfestes zu machen. Diese Botschaft ist Teil meines Selbstverständnisses und ermutigt mich so manches Mal, wenn alle Zeichen auf Sturm stehen, weiter zu machen und auch gegen meinen eigenen inneren Widerstand eine helfende Hand ausgestreckt zu lassen. Leider vergesse auch ich das in der Hektik und über manchem Streit von Zeit zu Zeit. So will auch ich diese Gelegenheit nützen und mir in den kommenden Tagen Zeit für Reflektion und Besinnung nehmen. Gleichzeitig bitte ich all jene um Entschuldigung, die sich im vergangenen Jahr von mir ungerecht behandelt oder gar beleidigt fühlten.
Irregleitet oder irre geleitet
Vor nicht einmal einer Woche habe ich mir die Mühe gemacht eine recht ausführliche, konstruktive Kritik zu einem offenbar intensiv genutztes LaTeX Tutorium aus dem Internet zu verfassen. Die Seiten zu dieser mehrteiligen Kritik verzeichnen (insgesamt) täglich mehrere hundert Besucher. Es stellt sich die Frage, ob dabei Suchende in die Irre geleitet oder Irrende gut geleitet werden.
Auffällig ist, dass die Kritik zum Teil einer Vorlage für Abschlussarbeiten mit täglich teils über 50 Besuchern fast doppelt so viele Besucher hat wie die übrigen Teile und inzwischen eine der täglich meist besuchten Seiten ist.1 Sie steht weit vor meiner eigenen Minimalvorlage. Ein Punkt dabei könnte sein, dass man auf Google bei der Suche nach „KOMA-Script Abschlussarbeit“ fast direkt bei dieser Kritik landet.2 Der Titel der Seite mag dabei ebenfalls eine große Rolle spielen.
Bühne frei für die Mitstreiter
In einigen Supportanfragen aber auch im einen oder anderen Beitrag im Internet klingen ja immer wieder die absonderlichsten Spekulationen über das Team hinter KOMA-Script an. Tatsächlich gibt es kein offizielles Team. Es gibt wechselnde Helfer, die mich bei der Entwicklung, der Logistik und was noch so anfällt unterstützen. Vorhang auf für ein paar der Leute, die in den letzten Monaten und Wochen beteiligt waren:
Praktisch dauerhafte Unterstützung gibt es von Raymond, der den Server betreibt. Dazu habe ich früher schon einiges geschrieben. Ohne seine Arbeit könnte es nicht nur diesen Web-Auftritt nicht geben. Auf dem Server läuft auch die Paketerzeugung einschließlich des Uploads auf SourceForge. Dabei macht sich ganz besonders die schnelle Anbindung des Servers ans Internet bemerkbar. Ohne den Server gäbe es also auch nicht die regelmäßigen Bugfix-Releases, die sich in den letzten Monaten weit mehr bewährt haben, als aus den absoluten Zahlen der entsprechenden Umfrage hervor geht.
Ein gutes vergangenes Jahr und ein guter Start ins neue Jahr
Silvester ist für die viele Leute ja ein Anlass für Vorsätze, für die sie sich ab Neujahr dann die größte Mühe geben, sie wieder zu vergessen. Für mich ist die Zeit vom 4. Advent bis Silvester inzwischen eher eine Gelegenheit das vergangene Jahr ein wenig zu reflektieren. Vorsätze für das neue Jahr treffe ich hingegen eher keine mehr. Selbst die Frage, was ich mir vom kommenden Jahr erwarte, verkneife ich mir. Stattdessen habe ich täglich den Vorsatz, den Tag so zu nehmen, wie er kommt. Mal bin ich damit erfolgreich mal weniger.
Gratulation an CTAN
Heute Nacht habe ich mal wieder eine verständliche aber in meinen Augen wenig durchdachte Kritik an [CTAN(https://www.ctan.org) gelesen, die glücklicherweise inzwischen gelöscht wurde. Das hat mich aber daran erinnert, dass ich noch unbedingt etwas tun wollte:
Herzlichen Glückwunsch zum DANTE-Ehrenpreis 2014 an das ganze CTAN-Team!
Ihr habt das mehr als verdient.
Ich darf verraten, dass auch ich ein CTAN-Mitglied für den Preis vorgeschlagen hatte. Die Idee CTAN insgesamt mit dem Preis zu beglücken ist natürlich noch weit besser!
Reflexionen zu DANTE 2014
Seit Jahren nehme ich jede Entschuldigung wahr, um mich vor DANTE-Tagungen zu drücken. Meine letzte Tagung war vor sage und schreibe 10 Jahren in Darmstadt. Damals war ich allerdings nur einen Tag anwesend. Dieses Mal war ich pünktlich um 8:45 Uhr bei der Registrierung.
Nach dem Abstellen meines Drahtesels kurz nach 8:30 Uhr stürzte ich mich erst einmal auf ein Glas Wasser. Das tolle Wetter hat mich nämlich dazu verleitet, schneller als beabsichtigt und nur unterbrochen von einmal Schnäuzen und dem Öffnen der Jacke zu fahren. Während ich das Glas leerte versuchte ich schon einmal etwas zaghaft die Namensschilder der anderen zu lesen, was nicht immer ganz einfach war. Aber ich war nun einmal gespannt, wer von den vielen Namen hier endlich ein Gesicht bekommen könnte. Aber zunächst war ich ziemlich erfolglos.
Es geht auch noch härter
[als damals beim Ende von BerlIOS]
Wie ich gerade feststellen durfte, hat Sarovar.org, der langjährige Hoster von
splitindex, am 26. Dezember ebenfalls die Pforten geschlossen. Allerdings
habe ich von dem keine Vorwarnung bekommen. Die gab es wohl im Sarovar-Forum,
das ich nie verfolgt habe. Bemerkt habe ich das erst jetzt, als ich eine neue
Version einchecken wollte. Damit geht die gesamte Historie des Pakets
verloren. Nun, es gibt sicher schlimmeres, aber ein wenig ärgerlich ist es
doch. Außerdem muss ich nun auch noch für dieses Paket irgendwo ein neues
Projekt aufsetzen …